Industrieimmobilien: Weiterhin beliebt

Industrieimmobilien: Weiterhin beliebt

Im bisherigen Jahresverlauf wurde ein Transaktionsvolumen von rund 3,3 Milliarden Euro erzielt – ein Viertel weniger als im Vorjahr.

Auf dem Investmentmarkt für Industrieimmobilien wechselten zwischen Januar und Juli 2019 Objekte im Wert von rund 3,3 Milliarden Euro den Eigentümer. Damit sank das Transaktionsvolumen gegenüber dem Vorjahreszeitraum um gut ein Viertel. Berücksichtigt wurden hierbei sowohl Logistik- und Produktionsimmobilien als auch Gewerbeparks, wobei Logistikimmobilien mit knapp 2,5 Milliarden Euro für 76,3 Prozent des Umsatzes verantwortlich waren. Trotz dieses Rückgangs befindet sich der Investmentumsatz nach wie vor auf einem extrem hohen Niveau: 2019 ist im langfristigen Kontext bislang das drittstärkste Jahr aller Zeiten.

Dass der aktuelle Wert nicht auf eine nachlassende Nachfrage zurückzuführen ist, sondern lediglich Ausdruck des zunehmenden Angebotsmangels ist, wird auch am Verlauf der Renditen deutlich: Mit mittlerweile 4,1 Prozent Spitzenrendite wurde ein neues Rekordtief markiert.

Allem voran in den Top-7-Logistikregionen finden Investoren kaum noch Objekte, die ihrem Anforderungsprofil entsprechen. Lediglich im Gebiet Frankfurt/Rhein-Main ging das Transaktionsvolumen nicht zurück.

Die Knappheit macht sich insbesondere im großvolumigen Segment und bei Portfolio-Käufen bemerkbar. So entfielen im bisherigen Jahresverlauf nur 1,4 Milliarden Euro auf Portfolios, während es im Vorjahr noch 2,2 Milliarden Euro waren und 2017 sogar 4,4 Milliarden Euro. Trotz der geringen Verfügbarkeiten ist aktuell aber noch kein Ausweichen der Investoren festzustellen. Die Mehrheit der Anleger fokussiert auch weiterhin auf die Ballungszentren und geht dabei lieber das Risiko ein, Investitionspläne nicht erfüllen zu können.

Analog zum gleichbleibend hohen Interesse auf dem Investmentmarkt bleibt auch die Nachfrage auf Nutzerseite hoch. Da ein immer höherer Umsatzanteil auf den E-Commerce entfällt, wird der Logistikflächenbedarf auch hierzulande merklich zunehmen.

Ein Resultat sind steigende Mieten: Die Mieten stiegen laut des IWIP-Indexes im vergangenen Jahr stärker als im langfristigen Durchschnitt. Angesichts des geringen Angebots in den beliebten Lagen wird sich dieser Trend auch zukünftig fortsetzen.

Entwicklungsgrundstücke sind rar gesät – dementsprechend kompetitiv stellt sich die Marktsituation auch für Projektentwickler dar. Im Wettbewerb um Flächen und namhafte Nutzer werden die hohen Kosten nicht in vollem Maße auf die Mieten umgelegt.

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