Immobilien in Mainz: Mainz will Grundstücke günstiger verkaufen

Immobilien in Mainz: Mainz will Grundstücke günstiger verkaufen

Die Stadt Mainz reagiert mit mehreren Maßnahmen auf den zunehmenden Druck innerhalb des Wohnungsmarktes: mit der Abkehr vom Höchstpreisprinzip zum Beispiel beim Grundstücksverkauf.

Alleine in den vergangenen zehn Jahren hat sich die Einwohnerzahl der Stadt Mainz um rund 20.000 erhöht. Mittlerweile leben hier mehr als 220.000 Menschen. Und das auf einer vergleichsweise geringen Fläche. Logisch, dass dadurch der Druck auf den Wohnungsmarkt stetig wächst. Wie in vielen anderen deutschen Städten hat sich das Thema Wohnen zu einer der wesentlichen sozialen Fragen dieser Zeit entwickelt. Das weiß auch die Stadt und verstärkt deshalb nun ihre Bemühungen, Druck von dem überhitzten Kessel Wohnungsmarkt zu nehmen.

Die Entwicklung des Rhein-Main-Gebietes und vor allem der Stadt Frankfurt strahle auf den Wohnungsmarkt in Mainz ab. Um den rasanten Anstieg der Mieten zu bremsen, müsse Wohnraum geschaffen werden. Vor allem bei dem bezahlbaren Wohnraum besteht ein hoher Bedarf, denn neben jungen Leuten sind auch viele Familien mit Kindern darauf angewiesen. So wurden in Mainz zwischen 2011 und Ende 2018 schon 7052 neue Wohnungen errichtet. Seit 2015 wurde die Zahl der geförderten Wohnungen um über 500 gesteigert. Der preisgebundene Mietwohnungsbestand umfasst insgesamt 5849 Wohnungen.

Abkehr vom Höchstpreisprinzip

Die aktuellen Entwicklungen zeigen allerdings, dass das nicht reicht. Deshalb möchte die Stadt bis 2025 weitere 5500 neue Wohnungen errichten, um bezahlbares und lebenswertes Wohnen zu ermöglichen.

Jenes „bezahlbare Wohnen“ hängt natürlich maßgeblich von den Verkaufspreisen oder Mieten zusammen. Deshalb wurde eine Abkehr vom Höchstpreisprinzip angekündigt und man stellte für den zukünftigen Verkauf von Grundstücken eine Konzeptvergabe in Aussicht:

Städtische Grundstücke, sofern sie zur Verfügung stehen, sollen zur Entwicklung von bezahlbarem Wohnraum mittels jener Konzeptvergabe preisreduziert abgegeben werden. Bisher stand bei der Vergabe kommunaler Flächen stets das Höchstgebot an zentraler Stelle für die Verkaufsentscheidung.

Ein weiteres Instrument, um Einfluss auf die Preisbildung nehmen zu können, ist eine neue Strategie für eine aktive Bodenvorratspolitik. Das kostbarste Gut, zugleich aber auch der größte Kostentreiber, ist mitunter der Boden. Deshalb will die Stadt eine ausreichende Flächenreserve im kommunalen Eigentum schaffen, um schnell und kostengünstig Flächen bereitstellen zu können.

Thema Wohnen bleibt zentrale Herausforderung

Ebenso arbeitet die Stadt gerade an einem Vorschlag für eine verstärkte Förderung von Wohneigentum. Um auch in Zukunft noch mehr qualitative Aussagen über den Wohnungsmarkt in Mainz machen zu können, wird die Stadt einen Wohnungsmarktbericht in Auftrag geben. Denn das Thema Wohnen wird für Mainz auch in den kommenden Jahren und Jahrzehnten eine zentrale Herausforderung bleiben.

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