Erster Mietrückgang seit Jahren – auch in München

Erster Mietrückgang seit Jahren – auch in München

Steigende Preise, steigende Mieten – die Meldungen über die Lage an den deutschen Immobilienmärkten haben inzwischen seit Jahren die gleiche Entwicklung. Die daraus vielerorts resultierende Knappheit an bezahlbarem Wohnraum spitzt sich inzwischen bereits derart zu, dass Tausende Menschen auf die Straßen gehen und für eine bessere Wohnungspolitik demonstrieren. Selbst die Enteignung großer Immobilienkonzerne wird mitunter gefordert.

Erstmals seit 2005, sind im ersten Quartal 2019 die Mieten bei neuen Mietverträgen gegenüber dem Vorquartal im bundesweiten Schnitt gesunken.

Insgesamt, ist die Wachstumsdynamik am deutschen Wohnimmobilienmarkt auch durchaus weiterhin ungebrochen. Die Preise von Eigentumswohnungen beispielsweise stiegen im ersten Quartal 2019 ebenso weiter an, wie jene von Ein- und Zwei-Familienhäusern.

Mietrückgang auch in Frankfurt, Hamburg und Berlin

Bei den Neuvertragsmieten jedoch gab es eine bemerkenswerte Unterbrechung der (längerer Zeit) stetigen Entwicklung. Zwar stiegen diese Mieten bundesweit im Vergleich zum ersten Quartal des Vorjahres ebenfalls an (nämlich um 2 Prozent). Gegenüber den letzten drei Monaten 2018 jedoch ging es diesmal abwärts, und zwar im Schnitt um 0,3 Prozent.

Es konnte festgestellt werden, dass das Wachstum der Neuvertragsmieten in der deutschlandweiten Durchschnittsbetrachtung eine Pause einlegt.

Was dabei ebenfalls auffällt: Der Rückgang der Neuvertragsmieten war keineswegs ausschließlich in ländlichen Lagen zu beobachten oder etwa in Städten im Osten Deutschlands, wo die Immobilienmärkte ohnehin vielfach eine geringere Dynamik zeigen. Auch in einigen Großstädten im Westen konnten Mietrückgänge gemessen werden.

So sank die Neuvertragsmiete beispielsweise in Frankfurt am Main im ersten Quartal 2019 gegenüber dem letzten Quartal 2018 im Schnitt um immerhin 2,4 Prozent. In Hamburg betrug der Rückgang 0,9 Prozent und in Berlin 1,7 Prozent.

Die mit Abstand höchste Miete bei neu abgeschlossenen Verträgen wird mit durchschnittlich 16,80 Euro pro Quadratmeter zudem nach wie vor in München gezahlt. Auch dieser Wert ist den Zahlen zufolge allerdings im Vergleich zum Vorquartal um 1,3 Prozent gesunken.

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