7 hilfreiche Tipps für den Kauf einer Immobilie

7 hilfreiche Tipps für den Kauf einer Immobilie

Immobilien sind begehrt wie lange nicht. Wer sorgfältig prüft, findet immer noch attraktive und günstige Objekte. Doch nicht jeder Kauf ist eine Goldgrube. Sieben Kriterien gilt es zu überprüfen, bevor die Unterschrift gesetzt wird.

Das Wort Immobilie kommt vom lateinischen „immobilis“, was so viel wie unbeweglich bedeutet. Jahrelang galt das hierzulande auch für die Preise von Häusern und Wohnungen, die stagnierten. Doch nun ist Bewegung in den Markt gekommen.

Besonders hoch im Kurs stehen bei den Bundesbürgern nach wie vor die eigenen vier Wände. Mehr als ein Drittel der Deutschen träumen laut einer Umfrage aus dem vergangenen Jahr vom eigenen Zuhause oder haben die Anschaffung bereits konkret geplant. Doch wer in eine Immobilie investieren möchte, steht oft vor einem Berg von Fragen. Schon die Suche nach einem passenden Objekt ist schwierig und langwierig, wenige können einschätzen, ob der Preis eines Angebots realistisch oder maßlos überteuert ist. Auch Immobilienkäufer, die vermieten wollen, sind häufig unsicher: Nur wenn Objekt und Umfeld stimmen, lässt sich eine attraktive Rendite erzielen.


Die Prüfkriterien: Risiken vermeiden

Für die meisten Käufer ist die Immobilie die größte Investition ihres Lebens. Umso wichtiger ist es, einige Grundregeln zu beachten. Denn oft haben das „Traumhaus“ oder die attraktive Wohnung versteckte Mängel, und auch in den komplizierten und umfangreichen Verträgen kann mancher Fallstrick lauern. Doch wer sorgfältig prüft und sich nicht unter Druck setzen lässt, vermeidet teure Fehler und böse Überraschungen.

1. Papier ist geduldig: nicht nur dem Prospekt vertrauen

Keinesfalls sollte der Interessent ein Objekt kaufen, das er nur aus dem Prospekt kennt. Solche Hochglanzbroschüren sind schön anzuschauen – mit der Wahrheit haben sie jedoch manchmal wenig zu tun. Umso größer ist dann die Enttäuschung, wenn der frischgebackene Besitzer feststellt, dass die Bausubstanz mangelhaft ist, das Haus neben einer stark befahrenen Straße liegt oder eine Wohnung wegen anderer gravierender Mängel nicht vermietet werden kann. Deshalb: ohne persönliche Besichtigung kein Kauf.

2. Der Standort zählt: die Lage des Objekts analysieren

Die Lage einer Immobilie ist einer der wichtigsten Faktoren für den Käufer: Sie entscheidet über eine mögliche Wertsteigerung, die Vermietungschancen und die Wohnqualität. Käufer sollten auf die Makro- und die Mikrolage achten. Liegt das Objekt in einer wirtschaftlich prosperierenden Region mit guten Zukunftsperspektiven? Dann ist auch mit weiter steigenden Immobilienpreisen zu rechnen. Aber auch die Infrastruktur der näheren Umgebung ist wichtig: Gibt es ausreichend Schulen, Ärzte, Apotheken und Einkaufsmöglichkeiten? Wie hoch ist der Freizeitwert? Wie ist die Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel? Solche Informationen sind nicht nur für Selbstnutzer wichtig, sondern erhöhen auch die Vermietungschancen.

4. Experten wissen mehr: den Immobilienmakler einschalten

Bei gebrauchten Immobilien gilt wie bei Autos: gekauft wie besehen. Nur für arglistig verschwiegene Mängel muss der Verkäufer geradestehen – und Arglist ist in der Praxis kaum nachzuweisen. Deshalb sind die Kosten für einen Immobilienmakler meist eine lohnende Investition. Der Experte untersucht die Wunschimmobilie und kann dabei auch versteckte Mängel feststellen, die dem Laien verborgen bleiben, etwa mangelhafte Abdichtungen im Keller oder schlecht isolierte Dächer.

5. Eile mit Weile: nicht unter Druck setzen lassen

Auf keinen Fall darf sich der Käufer zum Abschluss drängen oder unter Zeitdruck setzen lassen. Unseriöse Anbieter argumentieren gern mit „anderen Interessenten, die nur darauf warten, den Vertrag zu unterschreiben“, oder einer „letzten Gelegenheit“. Doch einen solchen übereilten Kauf haben schon viele Interessenten bereut. Nur nach einer sorgfältigen Prüfung von Verträgen und Objekt sollte der Käufer unterschreiben. Auch wenn die Beurkundung in einem Termin bei einem „Mitternachtsnotar“ – also nachts oder am Wochenende stattfinden soll, ist Misstrauen angebracht. Solche Praktiken sind bei seriösen Geschäften unüblich.

6. Alles geregelt: den Kaufvertrag genau prüfen

Der Kaufvertrag sollte nur unterschrieben werden, wenn der Käufer die Bedeutung einzelner Passagen wirklich verstanden hat. Wichtige Punkte sind beispielsweise neben dem Kaufpreis und der Objektbeschreibung etwa Regelungen zu Schäden, die zwischen Besichtigung und Übergabe auftreten, oder die Haftung für Sachmängel. Auch muss der Verkäufer dafür haften, dass das Objekt bei der Umschreibung frei von früheren Belastungen ist, im Vertrag sollte gegebenenfalls auch die Übernahme von Einrichtungsgegenständen ein eventueller Rücktritt oder eine Kaufpreisminderung geregelt sein. Wichtig: Der Käufer sollte sich noch bestehende Gewährleistungsansprüche und Garantien gegenüber Bauunternehmern oder Handwerkern abtreten lassen. Auch der Termin der Bezugsfertigkeit sowie Regelungen für Terminüberschreitungen sind relevant.

7. Solide kalkuliert: Nebenkosten beachten

Wer die Immobilienfinanzierung plant, muss realistisch kalkulieren und darf Nebenkosten nicht außer acht lassen. So werden bei jedem Immobilienerwerb nicht nur der Kaufpreis fällig, sondern auch Notar- und Grundbuchgebühren sowie die Grunderwerbsteuer oder eine eventuelle Maklercourtage. Die Grunderwerbsteuer liegt je nach Bundesland zwischen 3,5 und fünf Prozent des Kaufpreises, die Maklerkosten sind regional unterschiedlich. Als Faustregel gilt: Die Nebenkosten machen fünf bis 15 Prozent des Kaufpreises aus.

Hier sind 5 Tipps, wie Sie z.B. bei einem Hauskauf Geld sparen.

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