7 Tipps für die Übertragung von Immobilien

7 Tipps für die Übertragung von Immobilien

Sie möchten Ihr Haus oder Ihre Eigentumswohnung an Verwandte oder Freunde verschenken oder vererben? Hier sind 7 nützliche Tipps:

Tipp 1

Die Entscheidung, Ihre Immobilie zu verschenken, oder zu vererben, sollten Sie nicht spontan treffen. Denn: Die Höhe Ihres Vermögens spielt dabei eine wichtige Rolle. Wenn Sie ein großes Vermögen besitzen, ist es von Vorteil, die Immobilie während Ihrer Lebzeiten zu verschenken. Dadurch können Sie sich eine Menge Steuern sparen. Vor allem, wenn Sie eine Generation überspringen.

Tipp 2

Sie möchten das gemeinsame Familienheim an Ihren Ehepartner übertragen? Dann gilt: Verschenken statt vererben. Bei eigens bewohnten Immobilien ist die Schenkung an den Ehepartner nämlich komplett steuerfrei, egal welchen Wert die Immobilie beträgt.

Tipp 3

Wenn Sie jedoch eine Immobilie verschenken oder vererben wollen, in welcher Sie nicht mit Ihrem Ehepartner leben, wird es etwas kniffliger. Sie können natürlich auch Ihren unverheirateten Partner, Ihre Kinder oder weitere Verwandte und Freunde beschenken, jedoch nur Stück für Stück. Je nachdem, welchen Verwandtschaftsgrad der Beschenkte aufweist, steht diesem alle zehn Jahre ein neuer, individueller Steuer-Freibetrag zu. Schenkungen an Ehepartner sind bis zu 500.000 Euro steuerfrei, bei den eigenen Kindern bis 400.000 Euro. Enkelkinder sind bis 200.000 Euro steuerfrei und Großeltern bis 100.000 Euro. Bei allen anderen sind es 20.000 Euro. Kurz: Je weiter man entfernt ist, desto eher lohnt es sich, einen Teil der Immobilie alle Zehn Jahre zu verschenken.

Tipp 4

Falls das Haus oder die Eigentumswohnung noch nicht abbezahlt sind, ist es ratsam die Immobilie noch nicht zu vererben oder zu verschenken. Denn wer eine Immobilie erbt oder geschenkt bekommt, muss auch die Schulden übernehmen und wird zur Verantwortung gezogen. Im Zweifel sollten Sie dann aber die Immobilie vererben, denn der Erbe hat immer noch die Möglichkeit, das Erbe auszuschlagen. Geht ein Erbe oder eine Schenkung an einen Minderjährigen, hilft das zulässige Familiengericht, eine Entscheidung zu fällen.

Tipp 5

Sie würden Ihre Immobilie gerne als Altersvorsorge nutzen? Dann ziehen Sie das Erbe der Schenkung vor. Die eigenen vier Wände sind äußerst wichtig im Falle einer Berufsunfähigkeit oder im hohen Alter. Lassen Sie sich am besten in einen Nießbrauch eintragen. Dieser ermöglicht es Ihnen, Ihre Immobilie zu verschenken, jedoch können Sie in dieser solange wohnen, wie Sie leben. Auch können Sie die Immobilie zu Ihren Lebzeiten vermieten.

Tipp 6

Wenn Sie sich entscheiden, Ihre Immobilie zu vererben, halten Sie dies unbedingt in einem Testament oder einem Erbvertrag fest.

Tipp 7

Wenn es sich um eine Immobilie im Ausland handelt und Sie möchten diese verschenken oder vererben, so ist es ratsam, einen juristischen Rat vom Fachanwalt für Erbrecht, einem Steuerberater oder einem Notar einzuholen.

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