Umland: Wohnpreise steigen schneller als in Metropolen

Umland: Wohnpreise steigen schneller als in Metropolen

In den Großstädten klettern die Immobilienpreise weiter rasant. Doch vielerorts wird dies inzwischen von der Entwicklung in den angrenzenden Gemeinden übertroffen. Besonders ausgeprägt ist dies in drei Regionen.

In vielen Umlandgemeinden der größten deutschen Städte sind die Preise für Wohnungen in den vergangenen zwei Jahren schneller gestiegen als in den Stadtzentren. Das hat eine Datenauswertung des Online-Maklerunternehmens Homeday ergeben. Demzufolge seien die durchschnittlichen Angebotspreise für Eigentumswohnungen etwa in Düsseldorf vom zweiten Quartal 2017 bis zum zweiten Quartal 2019 um 14,5 Prozent gestiegen. In fast allen Nachbargemeinden der Landeshauptstadt stiegen die Preise deutlich stärker: in Ratingen etwa um 22,5 Prozent, in Dormagen um 19,4 Prozent.

Eine ähnliche Entwicklung wie in Düsseldorf verzeichnet Homeday dem Bericht zufolge in Frankfurt. So hätten sich Wohnungen in der Stadt binnen zweier Jahre um 15,9 Prozent verteuert, während die Preise in Eschborn seit 2017 um 26,3 Prozent zulegten, in Hofheim am Taunus um 27,1 und in Rüsselsheim sogar um fast 30 Prozent. Das in München festgestellte Preiswachstum von 17,2 Prozent wird inzwischen in 15 von 23 Umlandgemeinden übertroffen.

Auch in den übrigen der sieben größten Städte steigen die Preise im Speckgürtel teilweise schneller, allerdings noch nicht so ausgeprägt. In Berlin etwa legten die Preise im Stadtgebiet noch um 24,2 Prozent zu. Im Umland war nur in Schönefeld mit 23,8 Prozent und in Blankenfelde mit 24,3 Prozent der Anstieg ähnlich hoch. Auch im Hamburger Umland sei das Preiswachstum noch moderat.

Schreibe einen Kommentar

Menü schließen